„Mein Herr, ich bitte Sie um Verzeihung, ich tat es nicht mit Absicht.“
Dem Stück Rococons / Ein Bericht über Marie A. liegt das Buch Marie Antoinette: Bildnis eines mittleren Charakters von Stefan Zweig zugrunde. Es wird darin die Entwicklung einer kindlich unwissenden Persönlichkeit erzählt, die rigoros den Blick nach außen verweigert. Eine Frau „ohne besonderer Kraft zum Guten und ohne den geringsten Willen zum Bösen“ (Zweig), die erst im Sturm der französischen Revolution Umstände findet, um persönlich wachsen und Größe gewinnen zu können. Ein menschliches Dilemma, das die Zeiten überdauert; die Bastion Versailles als die Bastion Europa. Wie viel Verantwortung tragen wir für eine Welt, deren Elendhaftigkeit wir doch stets mitverursachen? Wie viel Schuld laden wir durch Desinteresse auf uns? Wie viel Handlungsspielraum hat der Mensch? Marie Nüzels Projekte bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Bewegung und Dokumentation. In ihrem Stück Rococons verschränkt sie eine Auseinandersetzung mit Musik und Tanz des „le siècle des petitesses“ mit aktuellen Fragen nach Macht und Ohnmacht, individueller Reife und kollektiver Verantwortung.

Choreographie: Marie Nüzel
Künstlerische Assistenz: Rose Fock
Ausstattung: Luzia Ehrmann und Felix Reitberger
Performance: Louisa Difliff, Paula Dominguez,
Kathrin Knöpfle, Marie Nüzel
Debütförderung der Stadt München 2019.

ROCOCONS – EIN BERICHT ÜBER MARIE A.

11. (Premiere)/12./13.10.2019 | 20 Uhr

Tickets: 18€ / 10€ ermäßigt
Erhältlich unter Theater HochX
Entenbachstraße 37, 81541 München
Tel: 089/20970321

© Marie Nüzel

Ich fühle mich geehrt mit großen Naturwissenschaftlern, sowie der Pianistin Susanne Absmeier über das Prinzip der Symetrie aus Sicht des Tanzes diskutieren zu dürfen.
Warum ist Symmetrie schön? Warum ist sie ein Naturgesetz? Diese Fragestellung kann man aus verschiedenen Blickwinkeln beantworten. Es gibt sie, die Symmetrie, überall: in der Natur, in der Musik und in der Physis, also der körperlichen Natur und ihren Bewegungen. Die Veranstaltung „Symmetrie“ will die verschiedenen Aspekte zusammenbringen. Ein Symposium mit fünf Fachleuten aus Musik, Physik, Mathematik, Biologie und klassischem Ballett möchte die verschieden Aspekte unter Einbeziehung des Publikums vertiefen.

Auf dem Podium sind
Susanne Absmaier, Klavierpädagogin und Pianistin
Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Mathematiker
Dr. Moritz Hertel, BIOTOPIA/www.biotopia.net
Dr. Wolfgang Gödel, Physiker
Marie Nüzel, klassisches Ballett
Moderation von Gabriele Dressler, Rechtsanwältin

Mit dem anschließenden Konzert soll der Geist zur Ruhe kommen und sich der Schönheit der Symmetrie in der Musik hingeben. Symmetrie ist in der Musik in verschiedensten Formen zu finden, beispielsweise in einem kurzen Motiv oder im Thema einer Fuge. Aber auch größere Formen folgen dem Symmetrie-Prinzip, etwa klassische dreisätzige Klaviersonaten oder romantische Charakterstücke wie die Impromptus. Hier gruppieren sich zwei oft gleichartige Außenteile um einen kontrastierenden zentralen Part und verleihen diesem eine besondere Dichte. Im Konzert zu hören sind die Sonaten „Der Sturm“ und „Les Adieux“ von Beethoven und eine Auswahl aus Bachs „Kunst der Fuge“, ferner zwei Schubert-Impromptus und Klavierstücke von Schönberg.

NATUR TRIFFT MUSIK – Strukturen in Natur und Musik
Symposium und Konzert im Florianstadl Andechs

Sonntag, 13.10.2019 | 11:00 Uhr

Der Eintritt zum Symposium ist frei
Tickets für das anschließende konzert unter München Ticket

© Marie Nüzel

Search in(g) Bodies ist ein tänzerisches Forschungsprojekt, in dem der Körper als Instrument verstanden wird. Ziel der Workshopreihen und Performanceprojekte ist es, mit reiferen Menschen, unabhängig ihrer Herkunft oder ihrer tänzerischen Vorkenntnisse, mit und durch den Körper zu forschen. Der zeitgenössische Tanz dient dabei als Grundlage, um Menschen auf fast dokumentarische Weise einen Raum zu geben, in dem sie erzählen und Gehör für ihre Geschichten finden können.

„Nähe“ ist der zweite Teil einer Trilogie über das Älterwerden und verhandelt gemeinsam mit den Performer_Innen die Frage, wie menschliche Nähe und das Älterwerden zueinander stehen. In einer kollaborativen Stückentwicklung entwirft die Gruppe um Choreographin Marie Nüzel und Schauspielerin Anna-Maria Hirsch eine leise Hommage an zwei große Themen unserer Zeit.

NÄHE von Search in(g) Bodies

Termine: 8. + 18. Juli 2019 | 19 Uhr
Black Box, Gasteig

Tickets: 13,50€ / 9€ ermäßigt
Erhältlich unter www.muenchenticket.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Marie erhält die Debütförderung der Stadt München für ihren Projektantrag „Rococons / Ein Bericht über Marie A.“
Zur Jurybegründung >

Die Choreographinnen Roselinde Fock-Nüzel und Marie Nüzel haben in einem 3-monatigen Projekt mit Kindern der Gemeinschaftsunterkunft Freiham ein Tanzstück zur Thematik des „Schlafens“ und „Wachens“ erarbeitet.

Im Zustand des „Wachseins“ werden Schwierigkeiten überwunden und Herausforderungen angenommen. „Nicht schlafen“ wird als Aufforderung definiert, wachsam zu sein, gut zu handeln und Mut zu beweisen. Tanz und Theater werden in diesem Projekt als Begegnungs- und Bewegnungsraum verstanden, in welchem wir miteinander gestalten und aktiv werden.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksausschuss 22, sowie des Helferkreises der Unterkunft in Freiham und INSOMI e.V.

NICHT SCHLAFEN

Abschlussvorstellung von Tanz ist klasse
der GU Freiham

22. Februar 2019 | 18 Uhr | UBO 9
Ubostr. 9, 81245 München

© Marie Nüzel